Zur Geschichte des Ski-Club-Pallas e. V.

Der Ski-Club-Pallas hieß ursprünglich Jugendbund Pallas.

Er wurde im Jahre 1920 an der Pallas-Schule von dem Sportlehrer Eberhard Weitling gegründet.
Am Anfang war der Jugendbund Pallas ein reiner Wanderverein. 1923 bildete sich eine Gruppe im Jugendbund Pallas, die mehr Interesse an sportlichen Veranstaltungen hatte: es entstand die Sportgruppe Pallas. Im Winter 1924/25 fuhr die Sportgruppe Pallas zu den »Märkischen Wintersporttagen«. Dort wurde zum ersten mal Ski gefahren und Helmut Tornow sprang von einer kleinen Sprungschanze. 1926 wurde der Jugendbund Pallas nach einer Skifahrt in »Skigruppe Pallas« umbenannt. In dieser Zeit wurde der Verein schnell größer und besonders das Skispringen gewann an Bedeutung.
Nach dem Krieg fanden die Pallas-Mitglieder schnell wieder zusammen und seit 1950 wird wieder fleißig Ski gefahren. Heute hat der Verein circa 300 Mitglieder, wobei auffällt, dass ungefähr die Hälfte der Vereinsmitglieder Jugendliche sind. Besonders bei den Langlaufveranstaltungen ist der SC Pallas mit vielen Sportlern vertreten, oft auch sehr erfolgreich: So wurde zum Beispiel Jürgen Steigerwald 1994 Seniorenweltmeister in der Staffel über 4x15km! Außerdem gab es in den 80er Jahren acht Platzierungen unter den besten drei bei den Deutschen Grasskimeisterschaften. Leider hat dieser Sport Ende der 80er Jahre an Bedeutung verloren.

 

Skispringen in Berlin

...aus dem Jubiläumsheft 75 Jahre SC Pallas:

Beginn der Skisprungaktivitäten war im Januar 1924 der Märkische Wintersporttag in Freienwalde. Der Norddeutsche Skiverband hatte dazu eingeladen. Helmut Tornow, unser langjähriger 1. Vorsitzender und Gründungsmitglied, hatte einen Sprung von der Schanze gewagt und war bei 9m gelandet. Damit war der Grundstein für das Skispringen im SC Pallas gelegt. Bis 1931 wurden regelmäßig Skisprungveranstaltungen auf der 1. Berliner Sprungschanze an der Onkel Toms Hütte durchgeführt, an denen immer mehr Vereinsmitglieder erfolgreich teilgenommen haben.

1932 wurde die neue Sprungschanze am Postfenn im Grunewald eingeweiht. Es war Helmut Tornows Verdienst, daß die Schanze mit viel Eigenleistung erbaut wurde. Unter dem Schanzentisch enstanden zwei Clubräume, in denen man sich jedes Wochenende zum Training traf. 1933 veranstaltete der Norddeutsche Skiverband ein Skispringen, an dem 18 Springer teilnahmen und Weiten von 31 Metern erzielt wurden.

1955 wurde der Grundstein für die Sprungschanzen am Teufelsberg gelegt. Das erste Springen auf der kleinen Schanze, die man heute kaum noch wiedererkennt, fand im Februar 1955 statt. Es wurden Weiten bis zu 24 m erzielt. Die Sprungmeisterschaften waren ein fester Bestandteil im Berliner Sportkalender. Am 4. März 1962 wurde dann am Teufelsberg die Große Schanze vor 5000 Zuschauern mit einem Eröffnungsspringen eingeweiht. Am 4. November 1962 fand das erste Mattenspringen mit Beteiligung der Deutschen Nationalmannschaft statt. Georg Thoma, der spätere Olympiasieger in der Nordischen Kombination, gehörte mit zu den Teilnehmern. 1964 wurde die Schanze nochmals umgebaut, so daß dann Weiten von 50 Metern erreicht wurden. Die Mattensprungveranstaltungen mit internationaler Beteiligung waren jedes Jahr ein sportlicher Höhepunkt.

1969 fand leider die letzte große Sprungveranstaltung statt. Mit dem Tod Helmut Tornows verlor das Skispringen in Berlin seinen Initiator und wichtigsten Förderer.